Häufig gestellte Fragen

1. Was ist überhaupt eine Aktie?
Die Aktie ist eine Urkunde, die ihrem Inhaber einen Anteil am Gesamtvermögen einer Aktiengesellschaft verbrieft. Dieser Inhaber, der Aktionär, ist somit Miteigentümer am Vermögen einer Aktiengesellschaft. Dadurch trägt er auch einen Teil des Risikos, das mit der Entwicklung des Unternehmens zusammenhängt. Bei guter Geschäftslage oder in deren Erwartung verdient der Aktionär durch steigende Kurse der Aktien.

Eine Aktiengesellschaft hat die Wahl, die Anteile am Grundkapital als Inhaberaktien auszugeben oder sie als Namensaktien an die Person des Erwerbers zu binden, sie also auf dessen Namen auszustellen. Die Inhaberaktie legitimiert den Besitzer ohne zusätzlichen Nachweis als Anteilseigner der Gesellschaft; sie lässt sich deshalb auch ohne weiteres erwerben und wieder veräußern. Die Namensaktie ist ein auf den Namen des Inhabers ausgestelltes Wertpapier. Nur die namentliche Eintragung ins Aktienbuch der Gesellschaft legitimiert zum Miteigentum. Jeder Eigentumswechsel muss der Gesellschaft gemeldet werden.

Die POLIS Immobilien AG wird Inhaberaktien ausgeben.

2. Was benötige ich, um Aktien zu zeichnen?
Der erste Schritt zur Börse geht über eine Bank. Neben einem Konto brauchen Sie auch ein Wertpapierdepot. Auf diesem Depot werden Ihre Wertpapiere verwahrt. Ein Depot kann grundsätzlich bei jeder Bank eingerichtet werden. Alternativ zur klassischen Bank steht Ihnen auch das große Angebot an Discount-Brokern zur Verfügung. Vorteile: Sie sind meist wesentlich kostengünstiger und kennen obendrein keine Öffnungszeiten.
Wenn Sie Wertpapiere kaufen, werden die Kosten hierfür von Ihrem Girokonto, oder auch Verrechnungskonto zum Depot, abgebucht. Beim Verkauf wird der Erlös ebenfalls auf dieses Konto eingezahlt. In der Regel schicken Ihnen die Banken einmal im Monat den Monatsreport in Form eines Kontoauszuges, der alle Kontenbewegungen aufzeigt.

3. Wie kann ich Aktien zeichnen?
Sie erteilen dem Wertpapierberater Ihrer Bank oder Ihrem Discount-Broker einen Kaufauftrag ("Order"). Dies können Sie auch telefonisch oder via Internet tun. Im Rahmen dieses Kaufauftrags setzen Sie ein Limit fest: Sie bestimmen einen Höchstpreis, bis zu dem Sie bereit sind, die Aktie zu kaufen. Auf diese Weise schützen Sie sich vor einem plötzlichen Kursanstieg und einem damit verbundenen höheren Kaufpreis je Aktie als Sie ursprünglich veranschlagt hatten. Liegt der Aktienkurs über dem Limitpreis, wird der Auftrag nicht ausgeführt.

Im Falle eines Börsengangs kann es zu so genannten Überzeichnungen der Aktie kommen, d.h. die Nachfrage ist größer als das Angebot an Aktien. In solchen Fällen steht nicht von vornherein fest, dass Zeichnungen erfüllt werden. Um die Interessen der Anleger best möglichst zu wahren, verpflichten sich die emittierende Gesellschaft und die Konsortialbanken im Falle eines Börsengangs ganz regelmäßig, die so genannten "Grundsätze für die Zuteilung von Aktienemissionen an Privatanleger" zu beachten, die am 7. Juni 2000 von der Börsensachverständigenkommission beim Bundesministerium der Finanzen herausgegeben wurden. Die Gesellschaft und die Konsortialbanken nehmen dann aufgrund dieser Richtlinien die Zuteilung von Aktien an die Anleger vor.

4. Wie werden die Preise je Aktie festgestellt?
Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis einer Aktie. Sie geben eine Order mit einem entsprechenden Limit auf. An der Börse wird nun versucht, einen passenden Kurs zustande zu bekommen, bei dem ein Umsatz stattfinden kann. Das findet den ganzen Tag über statt (von 8.30 - 17.00 Uhr) und nennt sich variabler Handel.
Um 12 Uhr wird auch ein so genannter Kassakurs nach dem Höchstumsatzprinzip festgestellt. Zu diesem Kurs werden meist die unlimitierten Angebote und Nachfragen gehandelt. Höchstumsatz bedeutet, es werden alle vorhandenen Angebote und Nachfragen zusammengetragen und der Kurs wird Kassakurs, bei dem die meisten Aktien gehandelt werden können.

Der Unterschied zwischen variablem Handel und Handel zum Kassakurs liegt darin, dass der variable Handel manchmal Mindeststückzahlen vorschreibt. Diese werden aber besonders von den Regionalbörsen immer mehr auf ein Stück reduziert.